Your browser is out of date!

This website uses the latest web technologies so it requires an up-to-date, fast browser!
Try Firefox or Chrome!

Denkmal für ermordete Priester und Laien

  • Grab des ermordeten Priester-Märtyrers Paul Chmielewski.

    Bestialisch ermordet am 22.01.45 von Horden der Roten Armee durch Bajonetteinstiche, anschl. vom O.G. auf die Eingangstreppe geworfen.

  • Denkmal nach der Enthüllung.

    Von Rechts: Ludgarda Buzek, Ehefrau des Polnischen Premierminister, Dr. Edmund Piszcz, Erzbischof von Ermland und Kirchspielsprecher Georg Kellmann.

  • Das Denkmal

  • Ehrenkompanie vor der Denkmal- eröffnung.

Am 2. September 2001 wurde in Groß Kleeberg, Landkreis Allenstein, das Denkmal, für die in den Jahren 1939 bis 1947 ermordeten Priester und Diözesanen des Bistums Ermlands feierlich eingeweiht.

Vor der Eröffnung stellte sich entlang der Kirche eine aus 80 Elitesoldaten bestehende Ehrenkompanie der Polnischen Armee auf. Die Feierlichkeiten begannen um 17.00 Uhr mit Abschreitung der Ehrenkompanie durch einen General der polnischen Armee. Alle Anwesende begrüßte der Pfarrer von Groß Kleeberg, Henryk Blaszczyk, mit folgenden Worten:

“Gelobt sei Jesus Christus. Als Pfarrer dieses Ortes, gerührt mit den geschichtlichen Tatsachen des Bistums Ermland, und das Leben hervorragende Priester, die bis zuletzt hier vor Ort mit dem Gottesvolk dieses Landes ausgeharrt haben. Ich möchte sie alle herzlich begrüßen und einladen zu der Feier, um gemeinsam zu preisen , die Geschichte und den Werdegang der Priester, Männer der Kirche, tadellose und beispielhafte Persönlichkeiten, und vor allem diejenige, die das Zeugnis für das Martyrologiums abgelegt hatten”.



Danach sprach die Ehefrau an den Feierlichkeiten des verhinderten Premierministers der Republik Polen, Jerzy Buzek, Ludgarda Buzek, folgende Worte:

“Herzlich danke ich für die Einladung zur Einweihung des Denkmal für die, in den Jahren 1939 bis 1946 ermordeten Priester und Diözesanen des Bistums Ermland.

Das vergangene Jahrhundert, dass von Raymond Aron als Jahrhundert der Ideologien bezeichnet wurde, ist äußerst grausam mit der ethnischen und religiösen Bevölkerung von Ermland und Masuren umgegangen. Diese einheimische Bevölkerung, zerschlagen und auseinander gerissen, hat das tragische Schicksal erleben müssen, wie Millionen anderer Menschen aus Mittel- und Osteuropa.

Die Staatsgrenzen haben viele Familien getrennt, und Schulen und Ämter waren Orte aggressiver Indoktrination, autoritärer Machthaber. Für die totalitären Regime von Nazi Deutschland und für die Stalinisten Russlands hat das Menschenleben nicht viel bedeutet.

Heute die wir in demokratischen und rechtsstaatlichen Ländern leben, sind wir dankbar für die Erinnerung an Tausende Freiheitskämpfer, die mit ihrem mutigen Auftreten Zeugnis für edle Werte abgelegt haben. “Das Blut der Märtyrer ist Samen des Christentums” so schrieb Tertulian in 2. Jahrhundert nach Christi. An diese Weisheit erinnert Papst Johannes Paul II, der uns auf Tausende, unbekannte Märtyrer des letzten Jahrhunderts hingewiesen hat. Ich bin überzeugt, dass die Söhne und Töchter des ermländischen Landes, Katholiken und Evangelische, die durch die braunen und roten Henkersknechte ihr Leben lassen mussten, einen verdienten Ehrenplatz hier einnehmen. Das heute hier eingeweihte Denkmal wird das Gedenken an sie unter den Einwohnern dieser Region festigen.

Allen Organisatoren des heutigen Treffens grüße ich und spreche meine große Hochachtung aus und an alle, die nach hier zu so großer historischer Feierlichkeit nach Groß Kleeberg (Klebark Wielki) gekommen sind.”


Hochachtungsvoll

Jerzy Buzek, Premierminister der Republik Polen

Anschließend sprach der Erzbischof von Ermland, Dr. Edmund Piszcz, folgende Worte:

“Ich bin ebenfalls gerührt, dass man sich wieder erinnert an die Menschen, an die bisher niemand mehr gedacht hatte. Die Jahre 1939 bis 1947 sind nicht nur Jahre eines grausamen Krieges, sondern auch Jahre in denen die unschuldigsten Menschen ihr Leben verloren haben. Unter ihnen diejenigen, die im Ermland geblieben sind, die einheimische Bevölkerung, die im Glauben beharrte, denn das war ihr Land und ihre Heimat. Das alles hatte keine Bedeutung für diejenigen, die das Land besetzt haben und danach in den grausamen Jahren, wo die Roten regierten, noch viele ums Leben gekommen sind, unter ihnen auch Priester. Es ist gut, dass das Gedächtnis an diejenigen weiter lebt, und dass dieser Ort weiter erinnern wird an den hohen Preis, den Preis ihres Lebens die bezahlt haben, die Gott und die Heimat geliebt haben. Möge dieses Denkmal nicht nur Erinnerungsstätte bleiben für das Geschehnes, sondern ein Mahnmal: Mögen diese Zeiten sich nicht mehr wiederholen,”

Im Namen der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land lass der stellv. Kreisvertreter von Allenstein-Land Kanonikus Johannes Gehrmann folgende Grußworte des Kreisvertreters Leo Michalski vor:

“Aus Anlass der heutigen, sehr bedeutsamen Feierlichkeiten möchte ich die hier anwesenden Gäste mit diesem meinem Grußwort herzlich willkommen heißen. Gerne wäre ich an diesem Tage bei Ihnen gewesen, aber viele andere, auch wichtige Termine, ließen das nicht zu.

Wir gedenken heute der Opfer der Jahre 1939 bis 1947, in welcher Zeit durch Krieg und Gewalt 95 Priester aus dem Ermland sowie unzählige Kinder, Frauen und Männer ihr Leben lassen mussten. Man darf bei dieser Gelegenheit einmal über die Zerbrechlichkeit des Lebens und seinen Sinn nachdenken.

Vielleicht war das Geschehen von damals notwendig, damit sich hier und heute Menschen verschiedener Nationen begegnen, die einst voller Misstrauen waren, Forderungen erhoben oder jetzt von Schmerz erfüllt sind. An alle dem ist die Vergangenheit schuld.

Einige der hier Anwesenden haben die damaligen, furchtbaren Jahre unter dem Einfluss des mörderischen Krieges nicht miterlebt, und es wird ihnen schwer fallen, alles Geschriebene, Gesprochene und historisch Festgehaltene nachzuvollziehen. Aber eins wissen wir alle, jeder Krieg ist furchtbar, jeder Hass und jeder Wille nach Rache ist Gift, eine zerstörerische Maßnahme für die Menschen. Aber leider wollen die Menschen aus der Geschichte nicht lernen!

danken allen, die heute hierher gekommen sind, insbesondere jenen, die dazu beigetragen haben, dass diese Feierlichkeit stattfinden kann, in der an die tragischen Ereignisse des Krieges erinnert wird. Ich grüße Sie aus Deutschland und bleibe in Verbundenheit.”


Der Erzbischof von Ermland Dr. Edmund Piszcz sprach unmittelbar vor der Einweihung folgendes Gebet:

Der Herr sei mit Euch und mit deinem Geiste. Lasset uns beten: Herr, der Du den Anfang des Lebens schenkst, segne dieses Obelisk-Denkmal und führe alle, die das Zeichen eint, zu einer Gemeinschaft des Friedens und in der ständigen Bereitschaft, anderen zu helfen.

Mit Hilfe der Märtyrer, vor allen der Märtyrer des letzten Krieges, sende Deine Hilfe allen die dich darum flehen & bewahre sie von jeglichen Gefahren durch Christus unseren Herr.
Amen.

In nomen et patri et filio et spiritui sancti.
Amen.


Zum Enthüllen des Denkmals wurden gebeten: Der Erzbischof Dr. Edmund Piszcz, die Ehegattin des Premierministers der Republik Polen, Ludgarda Buzek, und Kirchspielsprecher von Groß Kleeberg Georg Kellmann in Vertretung aller Ermländer.

Der Erzbischof besprengte das Mahnmal mit Weihwasser. Die militärische Ehrenkompanie gab geschlossen drei Salutschüsse ab. Der Kirchenchor der St. Laurentius Gemeinde “Wawrzynki” aus Göttkendorf unter der Leitung von Krzysztof Szczerbuk umrahmte die feierliche Eröffnung.

Frau Ludgarda Buzek legte als erste im Namen des Premierministers Jerzy Buzek einen großen Kranz nieder. Weiteren Kranz im Namen der Bundesrepublik Deutschland legte der Generalkonsul aus Danzig und Botschaftsrat Lipscher aus Warschau nieder. Dann folgten Kränze des polnischen Militärs, des polnischen Malteserordens, der örtlichen deutschen Minderheit und anderer Gäste.

Die Aufschrift des Denkmals in deutscher Sprache lautet:
“DEN ERMORDETEN UND ZERMARTERTEN IN DEN JAHREN 1939 bis 1947. DEN PRIESTERN UND DEM VOLK DER DIÖZESE ERMLAND”

Das obere, folgender Zitat aus dem Buch der Weisheit Kap. 3, 1-3 wird demnächst auch in deutsch nachgeholt.

"Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand und ruhen in Frieden. In Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit."

Danach begann in der Kreuzaufindungskirche in Groß Kleeberg ein feierlicher Gottesdienst, zelebriert vom Erzbischof von Ermland und vom Apostolischen Pronotator und Erzpriester von Allenstein, Julian Zolnierkiewicz. Die Heilige Messe wurde gewidmet allen Märtyrern dieser Region, die hier gelebt haben, unabhängig von ihrer Nationalität. Der Erzbischof brachte die Freude zum Ausdruck über die Anwesenheit des Generalkonsuls und des Botschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland. Die Lesung (Jes. 41, 8-18, 13-14, Off. 7, 9-10, 14b-17) trug Kirchspielsprecher G. Kellmann in beiden Sprachen vor. Während des Gottesdienstes wurde dem Erzbischof Dr. Edmund Piszcz die höchste Auszeichnung des Malteserordens, nämlich “Pro Piis Meritis”, vom den Hochmeister des Ordens verliehen, und von den Präsidenten des Ordens Juliusz Graf Ostrowski, ausgezeichnet. Ein Vertreter des Malteserordens skizzierte eine kurze Geschichte, Universalität und Aufgaben der Malteserordens.

Den Kirchengesang besorgte der Kirchenchor aus Göttkendorf unter der Leitung von Krzysztof Szczerbuk, begleitet von Organisten Krzysztof Zentek aus Groß Kleeberg und von der Kleeberger Schola.

Als Gäste waren anwesend Ludgarda Buzek, Ehegattin des Premierministers von Polen, Jan Musial, Minister des Premierministeramtes, Adam Sierzputowski, Landrat des Landkreises Allenstein, viele Bürgermeister der Großgemeinden, Generalität und Hohe Offiziere der Polnischen Armee, Kombattanten, hohe Offiziere der Feuerwehren, Abgeordnete des Sejm, Senatoren, Abgeordnete des Landtages von Ermland und Masuren mit dem Marschall (Präsidenten) an der Spitze, Mitglieder des Kreistages, hohe Vertreter des Malteserordens und andere Gäste. Aus der Bundesrepublik waren ca. 200 Personen angereist, überwiegend Angehörige der Märtyrer und Opfer.

Der Denkmalstandort Groß Kleeberg ist dafür der geeignete Platz, de facto ein Vorort von Alleinstein, nur 8 km östlich vom Stadtzentrum entfernt. Einer der anerkannten Märtyrer ist Paul Chmielewski, Pfarrer von Groß Kleeberg von 1928 bis 1945, der am 22.01.1945 von der Roten Armee bestialisch ermordet wurde. Er wurde von den Russen aufgefordert, den Schüssel vom Tabernakel herauszugeben, um Kirchengeschirr rauben zu können. Der Pfarrer lehnte es ab. Daraufhin wurde er mit Bajonetten mehrmals durchstochen und vom 1. OG auf die Pfarrhaustreppe geworfen, wo sein Leichnam bis zum Frühjahr im Schnee liegen blieb, weil die Russen nicht erlaubten, ihn zu begraben.

Dieser Tatbestand wurde glaubhaft durch den ukrainischen Kriegsgefangenen Kiril geschildert, der in Groß Kleeberg auf einem Bauernhof beschäftigt war und noch am Leben ist, und zum Zeitpunkt der Ermordung in der Pfarrei als Dolmetscher tätig war. Der jetzige Pfarrer von Groß Kleeberg ist fest davon überzeugt, dass sein ermordeter Vorgänger gute Chancen hat, selig gesprochen zu werden.

Das Denkmal wurde ohne gesicherte Finanzierung auf Kredit der Pfarrei errichtet, in der Hoffnung, durch Spenden der Ermländer den Betrag von 15.000,- DM in Kürze zusammenzukommen. Die Tatsache aber ist, dass bis Ende September nur geringe Spenden eingegangen sind. Es sind unsere Priester-Märtyrer, die eine Gedenkstätte verdient haben. Denn die Priester hatten einen besonderen Stellenwert im Ermland, waren durch die Bevölkerung sehr geschätzt und geehrt. Vor allem Kirchspiele die ihren Pfarrer verloren haben, Angehörige von Ermordeten, von denen die auf dem Weg oder in Russland ihr Leben verloren haben, Gönner, Freunde und Christen, werden gebeten, sich an der Finanzierung des Denkmals zu beteiligen. Es ist dies das unermüdliche Verdienst des Pfarrers von Groß Kleeberg, Henryk Blaszczyk, der konsequent die Idee verfolgte und realisierte. So haben jetzt Angehörige, die durch die Russen ihren Nächsten verloren haben, eine würdige Gedenkstätte für Besinnung und ein Gebet. Der Mahnmal erfasst Priester und alle Opfer des Bistum Ermland zwischen Weichsel und Memelland einerseits und von der Ostsee bis zur ehemaligen polnischen Grenze andererseits.

Priester-Märtyrer und Kriegsopfer des Ermlandes 1939 bis 1945.





# NAME GEBOREN ORT PRIESTERWEIHE ERMORDET IN AM
01Pfarrer Paul Chmielewski02.01.1889Schönfelde28.02.1915Groß Kleeberg22.01.45
02Pater SVD Gottfried Fuchs04.09.1892Leverkusen05.12.1914Stuhm29.01.45
03Pfarrer Hubert Groß31.01.1908Marienburg25.07.1932Königsberg19.01.46
04Pfarrer Paul Huhn 3.10.1906Seeburg25.03.1933Tolkemit26.02.45
05Pfarrer Bernhard Klement17.10.1888Wuttrienen28.02.2015Allenstein22.01.45
06P MSC tdeodor Kortendieck07.02.1887Lüdinghausen11.08.1911Prositten04.02.45
07Pfarrer Otto Langkau31.10.1871Polleiken08.11.1896Groß Bertung22.01.45
08Pfarrer Johannes Lindenblatt23.06.1882Tollnigk09.07.1905Rastenburg27.01.45
09Pfarrer Franz Ludwig29.04.1896Wormditt23.07.1922Santoppen29.01.45
10Pfarrer Johannes Marquardt18.07.1888Memel26.01.1913Plausen29.01.45
11Pfarrer Adalbert Protdmann15.06.1876Gayl31.01.1904Prositten04.02.45
12Domkap Dr.Wladisl Switalski27.06.1875Konkol10.09.1899Frauenburg09.02.45
13Pfarrer Dr.Ulrich Schikowski04.08.1907Bischofsburg28.02.1932Tiedmannsdorf27.01.45
14Pfarrer Bruno Weichsel11.10.1903Mehlsack13.02.1927Saalfeld23.01.45
15Pfarr Bronislaw Sochaczewski15.05.1886Brusy26.01.1913Sachsenhausen13.05.40
16Pfarrer Leo Olschewski14.04.1894Königsberg23.11.1919Dachau10.08.42
17Domkapitular Josef Steinki19.12.1889Glottau09.07.1916Allenstein16.02.45
18Pfarrer Aloys Moritz22.03.1894AltKockendorf05.08.1917Szatura/SU??.02.45
19Pfarrer Gerhard tdidigk22.09.1892Schubin08.02.1925Ad.Transport14.05.46
20Kaplan Hugo-August Wessolek01.10.1905Allenstein31.03.1940A.d.Transport23.03.45
21Erzpriester Helmut Zint02.05.1891Kalwe09.07.1916Jeneikow/SU30.03.45
22Pfarrer Felix Zimmermann22.03.1886Freudenberg06.07.1913Semereit/SU28.04.45
23Pfarrer Bruno Bludau09.09.1890Bürgerwalde09.07.1916Ural/SU05.05.45
24Kaplan Gerhard Witt03.07.1912Rößel07.03.1937Elbing19.05.45
25Kaplan Paul Langkau20.08.1903Rößel12.02.1928Nischij/Tagil24.04.45
26Pfarrvikar Hugo Will28.01.1899Sternberg02.03.1930Karelien/SU01.03.45
27Pfarrer Karl Heinrich24.04.1896Rößel20.07.1924Smolensk/SU21.05.45
28Pfarrer Georg Hippel29.04.1905Guttstadt14.07.1929A.d.Transport??.06.45
29Domkapitular Dr Bruno Groß06.01.1900Lotterfeld10.02.1924Tscheboksari/SU30.07.46
30Erzpriester Wilhelm tdater02.02.1893Heilsberg20.03.1920Samara/SU01.03.45
31Pater SVD Georg Heide22.08.1885Windtken09.02.1909Liebenberg08.07.45
32Pater SVD Johannes Frank08.11.1900Niederscheidweiler26.05.1926Stalino/S+U??.??.45
33Pater MSC Peter Drozniak24.07.1902Herne/Westf10.08.1928A.d.Transport??.03.45
34Pater SJ Heribert Schulz27.09.1908Guttstadt18.04.1938Smolensk/SU02.03.45
35Pater CSSR Josef Kolfenbach02.01.1905Honnef06.04.1929Komigebiet/SU31.03.45
36Pfarrer Franz Zagermann28.07.1882Zagern23.06.1907Glockstein26.02.45
37Pfarrer Joachim Ziemetzki04.09.1886Dietrichswalde25.07.1920Alt Wartenburg26.01.45
38Pfarrer Artdur Schulz11.11.1897London15.07.1923Bischofstein30.01.45
39Pfarrer Paul Schwartz03.03.1878Heilsberg08.02.1903Frauenwalde12.02.45
40Pfarrer Artdur Linka02.05.1887Allenstein04.02.1912Jonkendorf26.01.45
41Pfarrer Paul Lunkwitz17.12.1875Süßenberg29.01.1899Brösen/Dzg29.03.45
42Pfarrer Engelbert Rahmel05.12.1891Schlochau14.07.1918Stegors/Wpr??.01.45
43Pfarrer Bruno Siegel06.11.1889Briesen26.01.1913Alt Bolitten30.01.45
44Pfar Paul Katscherowski07.11.1891Wejherowo23.06.1918Allenstein29.10.45
45Pfarrer Anton Werner??.??.1868Tolkemit27.02.1883Santoppen28.08.14

Hier besteht noch Aussicht auf Anerkennung als Märtyrer, falls Beweise vorliegen.





# NAME GEBOREN ORT PRIESTERWEIHE ERMORDET IN AM
1Pfarrer Ernst Karbaum04.02.1891Migehnen03.03.1917Stutthof18.12.40
2Pfarrer Josef Rohwetter13.04.1887Layß05.07.1914verschollen??.04.45
3Pfarrer Paul Bilitewski24.04.1903Scheufelsdorf28.08.1936Ural/SU05.04.45
4Pfarrer Josef Bartsch21.11.1903Kerschdorf20.07.1930Pr. Eylau05.02.45
5Pater O Cap. Gilbert Bock23.05.1898Queetz01.07.1933A.d.Transport??.03.45
6Studienrat Eberhard Grawe24.07.1894Hamburg15.08.1920Lager JenajkiSU27.05.45
7Pfarrer Karl Huhmann18.06.1891Heilsberg23.07.1922Pjatosero/SU15.06.45
8Pfarrer Martin Jablonski09.03.1889Insterburg18.12.1911A.d.Transport09.03.45
9Pfarrer Karl Langwald14.12.1886Alt Wartenburg04.02.1912Tscheljabinsk/SU??. 05.45
10Pater Laurentius Maruszczyk06.01.1903Scharley01.02.1931Rußland31.08.45
11Pfarrer Josef Vonberg09.12.1911Arnsdorf05.03.1939Rußland15.06.45
12Pfarrer Ferdinand Podlech22.02.1878Münsterberg31.01.1904Stalino/SU30.04.45
13Pfarrer Clemens Preuschoff03.11.1884Neukirch-Höhe26.01.1908Samara/SU??.04.45
14Pfarrer Erich Preuschoff10.02.1909Sonnwalde24.02.1935Lager Wolga/SU30.05.45
15Erzpriest. Dr. Felix Preuschoff10.03.1890Bromberg04.08.1912Nischni-Tagil01.05.45
16Pfarrer Bruno Primmel02.10.1878Allenstein08.02.1903Heilsberg23.03.45
17Pfarrer Wilhelm Schnarkowski22.03.1887Thomsdorf04.02.1912A.d.Transport15.03.45
18Pfarrer Gustav Wedig02.02.1883Seeburg06.02.1910Krasnowodsk/SU??.04.45
19Pfarrer Richard Ziegler01.10.1881Braunsberg03.02.1907A.d.Transport11.03.45
20Pfarrer Josef Behrendt27.06.1907Heilsberg05.03.1933Rußland??.??.45
21Pfarrer Wilhelm Brehm13.04.1907Marienwerder02.03.1930Königsberg??.01.45
22Pfarrer Johannes Krämer16.11.1893Rotfließ23.07.1922Rußland??.02.45
23Pfarrer Anton Thamm15.07.1904Schönbrück10.02.1929verschollen??.??.45
24Kaplan Clemens Hinzmann13.12.1908Redigkainen07.03.1937Schiff "GOYA"15.04.45
25Pfarrer Paul Korzeniewski08.01.1897Danzig04.02.1923Rußland??.02.45
26Pater OFM Viktor Mratzek27.02.1909Hindenburg31.01.1937Wilna/Litauen31.12.45
27Pfarrer Georg Wilke28.05.1890Leipzig11.0619.27Naklo/Notec.05.03.45
28Pfarrer Hermann Gerigk10.05.1902Allenstein20.07.1930Insterburg22.02.45
29Pater OFM Fidelis Rudoll12.09.1906Nakel28.01.1934Tula/Weißrußl.29.06.46
30Kaplan Michael Nix09.04.1912Düsseldorf03.03.1938Schwetz/Weichsel04.02.45
31Kaplan Karl Polzien18.10.1917Rößel23.12.1944Märkisch-Buchholz29.04.45
32Stanislaw Zuske23.09.1903Pierzchno20.02.1932Hartheim-Linz04.09.42
33Pfarrer Wladyslaw Demski05.08.1884Straszewo06.02.1910Sachsenhausen26.05.40
34Pfarrer Albert Rogaczewski23.04.1888Dt. Damerau05.07.1914Buchenwald16.03.44
35Pfarrer Alfred Preuß29.03.1914Allenstein06.03.1938Balga26.03.45

Weitere Opfer des Krieges, keine Märtyrer.





# NAME GEBOREN ORT PRIESTERWEIHE ERMORDET IN AM
1Kaplan Bruno Heinrich31.08.1906Allenstein25.02.1934Baranowitschi20.01.43
2Pfarrer Johannes Heppner08.03.1909Bischofsburg08.03.1909Nikopol/SU17.02.44
3Pfarrer Erich Teckentrup28.08.1911Dorsten04.02.1937Bebruisk/SU29.06.44
4Kaplan Anton Jescholtowski01.09.1900Braunswalde14.02.1926Kasan/SU??.09.44
5Kaplan Paul Bludau04.09.1913Mussathen21.03.1943Armjansk/SU02.11.43
6P. OFM Gotthard Boronowski11.05.1909Annengrund27.01.1935Otoperi/RU24.08.44
7Pfarrer Hugo Hanowski28.11.1910Mondtken10.12.1939Oschibokowo/SU27.08.42
8Hofkaplan Gerhard Heinrich24.04.1911Wuttrienen31.03.1940Tecuci/RUM07.05.44
9Kaplan Winfried Kluth15.11.1912Elbing30.07.1939Olecza-SU27.05.44
10Kaplan August Lange17.11.1911Mehlsack06.03.1938Stalingrad/SU11.01.43
11Kaplan Hugo Szinczetzki09.03.1907Frankenau28.02.1932Lubino/SU09.08.43
12Kaplan Werner Steinky25.01.1912Glottau31.03.1940Borissowka/SU31.07.43
13Kaplan Rudolf Stracke31.12.1911Essen04.02.1937Holyn/UKR28.07.44
14Kaplan Hubert Teschner20.03.1911Tollnigk07.03.1937Tschudowo/SU08.06.42
15Kaplan Theodor Weng26.04.1912Freihagen10.12.1939Stalingrad/SU15.01.43
16Kaplan Franz Woelki08.08.1910Borghers04.02.1937Borbe/SU18.11.44

Märtyrerinen der Katharinen Ordens.





# NAME GEBOREN ORT PRIESTERWEIHE ERMORDET IN AM
1Christophora Klomfaß19.08.02Rasching25.04.28Allenstein22.01.45
2M. Generosa Bolz26.05.02Lengainen22.04.29Allenstein 09.05.45
3M. Sekundina Rautenberg23.12.1887Blankenberg29.04.12Rastenburg27.01.45
4M. Adelgarda Bönigk05.02.00Altmarkt20.04.26Rastenburg27.01.45
5M. Aniceta, Kl. Skibowski12.08.1882Bertung25.04.05Heilsberg02.02.45
6M. Gebharda Schröter 01.12.1886Karschau??.??.18 Heilsberg02.02.45
7M. Sabinella Angrick29.09. 1880Damerau03.04.02Heilsberg02.02.45
8M. Gunhilde Steffen02.09.18Rosenwalde26.10.39Wormditt30.06.45
9M. Rolanda Abraham17.06.14Tolkemit02.05.38Wormditt25.06.45
10M. Leonis Käthe Müller03.02.13Danzig02.05.38UdSSR05-06.45
11M. Xaveria Rohweder25.02.1882Plaßwich 23.04.07Schneidemühl25.11.45
12M. Charitina Fahl10.03.1887Bürgerwalde29.04.12Danzig05.06.45
13M. Mauritia Morgenfeld24.04.04Soweiden20.10.32Tula/SU07.04.45
14M. Tiburtia Mischke27.10.1888Krokau12.10.09Osanowo/SU08.07.45
15M. Zofia Paluch26.10.48Kalinowo29.06.71Heilsberg17.06.86
16M. Teodora Marianna Witkowska23.03.1889Koschmin23.05.11Christburg28.01.45
17M. Liberia Domnick12.10.04Klawsdorf20.10.32Allenstein22.01.45
18M. Bona Anna Pestka ??.??.05unbek.30.04.32Wormditt01.05.45

Bemerkung:

Schw. M. Zofia Paluch ist Opfer der polnischen Kommunisten.
Schw. M. Teodora Witkowski, gehörte der St. Elisabeth Kongregation

Von de Laien sind von der Kurie in Allenstein folgende Personen als Märtyrer erfasst worden.

Jan Gruba, geb. 1920 in Polen, Bauer, Fremdarbeiter. Erhängt auf dem Weg von Ramsau nach Wieps.
Margarethe Wiewiora, Tochter von P. & R. Grabosch, geb. 15.10.1928 Sternsee. Ermordet 09.03.1945.
Cäcilie Grabosch, geb 1917 in Schönfelde, wohnhaft in Fittigsdorf, Märtyrium am 22.01.1945.
Anton Rohweder und Tochter Elisabeth, ermordet in Rössel.
Frl. Fieberg & Fischer, beide wurden im Katharinenkloster am 14.02.1945 erschlagen.

"Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen".
(Off. 7,13)

"Gensque virumtruncis et duro robore nata. Quique sacerdotes casti, dum vita manebat".
Aus Stämmen der harten Eiche geschnitzt. Hier sind sie, die als Priester rein ihr Leben erfüllten.
(Vergil, 8,315; 6,661)

Damit so viele Priester wie nur möglich, als Märtyrer anerkannt werden, ist ihre Mithilfe bei der Aufklärung der Todesumstände notwendig.

Es muss klargestellt werden, dass diese Liste nur eine Diskussionsgrundlage sein kann, Korrekturen und Ergänzung sind notwendig. Der Verfasser bittet alle Personen die zur Ergänzung, Korrektur und Vervollständigung dieser Liste einen Beitrag leisten könnten, um schriftliche Nachricht an:

Georg Kellmann
Meißener Weg 34
68309 Mannheim
Tel. 0621/70 51 05
E-mail: queichheimer1@arcor.de

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe.

Und das ewige Licht leuchte ihnen. (3x)

Lass sie ruhen im Frieden.

Amen.